Stadtmauer & Wehrturm
Die historische Altstadt ist umringt von einer aus dem 13. Jahrhundert stammenden 1.500 Meter langen Stadtmauer mit zwei Wehrtürmen und Wehrgraben. Der Wehrturm "Im Winkel" war nach dem großen Stadtbrand von 1797 lange Zeit Wohnstätte von armen Familien.
Der Wehrturm am Brückentor war zeitweise Stadtgefängnis und kann seit 1989 besichtigt werden.
Historische Altstadt
Die historische Altstadt ist geprägt von vielen blumengeschmückten Fachwerkhäusern. In der Vorderen Straße erinnert ein Denkmal an den Astronomen und Kartografen Johannes Gigas, der 1582 in Lügde geboren wurde.
Kirchen, Kloster & Kapellen
Die kath. Kirche St. Marien wurde 1894 im neugotischen Stil errichtet. Die ev. Kirche St. Johannis wurde 1864 und der Turm 1903 erbaut.
Das ehem. Franziskanerkloster wurde 1749 im Barockstil erbaut. 1812 durch Säkulaqrisation aufgehoben. Von 1860 bis 1958 diente das Klostergebäude 98 Jahre als Krankenhaus und ist jetzt Pfarrzentrum der kath. Kirchengemeinde St. Marien. Im Erdgeschoss ist die Bücherei und die kath. Kindertagesstätte untergebracht.
Am Lichtmeßtag 1945 gelobte die Pfarrgemeinde St. Marien, nach Beendigung des Krieges, der Mutter Gottes unter dem Titel "Immerwährende Hilfe und Königin des Friedens" als Dank, dass die Stadt Lügde von einer Bombardierung verschont blieb, eine Kapelle zu erbauen. 1960 wurden die Pläne zur Erfüllung des Gelübdes von 1945 wieder aufgegriffen. Unter Pfarrer Kurth und Pfarrer Dröge wurde "Auf den Klippen" die Gelübdekapelle errichtet.
Etwa 400 Meter vor dem historischen Stadtkern liegt die kreuzförmige, romanische Kilianskirche. Das Wahrzeichen der Stadt Lügde zählt zu den ältesten Baudenkmälern Westfalens und wurde um 1135 errichtet und zwar an jener historischen Stelle, an der Karl der Große in einer kleineren Vorgängerkirche im Jahre 784 die Weihnachtsfeier gehalten hat.
Emmerauentunnel & Umgehungsstraße
Um den Verkehr um die Osterräderstadt Lügde zu leiten, wurde der 513 m lange Emmerauentunnel zwischen dem historischen Stadtkern und der Emmer sowie drei Kreisel gebaut. [2][3]
Heimatmuseum
Der Heimat-und Museumsverein [4], gegründet 1977 als Förderverein, hat das aus dem Jahre 1799 stammende leerstehende Ackerbürgerhaus Hintere Straße 86 saniert und zum Heimatmuseum umgebaut. Zwei Jahre zuvor 1797 war hier der größte Stadtbrand ausgebrochen. Die Torinschrift kündet davon.
Osterräder
Über 2000 Jahre dürften vergangen sein, seit die Osterräder zum ersten Mal ihre flammenden Bahnen durch die Nacht zogen. Diese uralte Tradition hat sich über Generationen hinweg in Lügde erhalten und wird heute von den Dechen fortgeführt.
