Der Brückentorturm in Lügde mit seinen Bewohnern, den Turmfalken
Um 1200 wurde der Turm vom Grafen von Pyrmont erbaut und stellt einen Teil der ursprünglichen Stadtbefestigung dar. Als im hohen Mittelalter die Wehrhaftigkeit nicht mehr gegeben war, konnte die Stadtmauer nicht abgerissen werden, weil sie als Hochwasserschutz diente. So blieb die Stadtmauer bis heute erhalten und mit ihr 2 von 7 Wehrtürmen. In den letzten Jahrhunderten diente der Turm als Stadtgefängnis. Um 1900 wurde dann das Erdgeschoss umfunktioniert in einen Kohlenbunker für die Öfen des Rathauses. 1988 begann der damalige Förderverein der jetzige Heimat – und Museumsverein Lügde e.V. mit den Bau – und Restaurierungsarbeiten,um den Turm begehbar zu machen. Seit 1990 kann der Brückentorturm auch von innen wieder besichtigt werden. Der Turm besteht aus 5 Etagen, jede ca. 2,70 m hoch. Der Dachstuhl hat eine Höhe von 8,50 m. Die Mauerstärke beträgt im Erdgeschoss 2 m und verjüngt sich nach oben hin auf 1 m. Der Innenraum des Erdgeschosses beträgt 2 m im Durchmesser und schliesst im 1. Geschoss mit einer Gewölbedecke ab. Ursprünglich war der Turm nur über den Wehrgang der Stadtmauer zu erreichen. In die unteren Etagen führte eine Leiter. Erst um 1900 wurde in das Erdgeschoss eine Eingangstür gebrochen. Mit der Begehbarmachung des Turmes 1988 sind Treppen im Erdgeschoss angebracht sowie in den oberen Etagen ergänzt worden.
Video: Lügder Brückentorturm
