75 Jahre Kreuz auf dem Osterberg.
Zur Erinnerung an die Errichtung des Osterbergkreuzes am 25. Juli 1935 und die Weihe am 14. September 1935 fand eine ökumenische Feier für alle Lügder Bürger am Sonntag, dem 19. September 2010 beim Osterbergkreuz statt. Schon bald nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten hatten diese den weitbekannten Osterräderlauf zu Lügde als germanisches, unverfälschtes Brauchtum für sich reklamiert, und ihn zu einer nationalen Lichtfeier umgestaltet. Ohne sich wehren zu können, mussten die Lügder Bürger hinnehmen, wie die Partei aus dem christlichen Osterfest und aus dem uralten Brauchtum eine germanische Lichtfeier gemacht hatten. Nun beschlossen mutige Lügder Bürger ein Zeichen zu setzen und errichteten auf dem Osterberg ein 10m hohes gewaltiges Holzkreuz, Symbol christlichen Glaubens und Absage an das germanische Neuheidentum. Obwohl auf Befehl Himmlers die SS 1938 den Osterräderlauf übernahm, überstand das Kreuz auf dem Osterberg das tausendjährige Reich, überstand übertriebenen Germanenkult und auch die schwere Nachkriegszeit. 1958 erwarb der Dechenverein das Kreuzgrundstück und nahm somit auch das Kreuz in seine Obhut und Pflege. 1970 und 1998 wurde das Kreuz durch den Dechenverein erneuert. Jedes Jahr zur Osterzeit leuchtet nun das Kreuz in der Dunkelheit des erwachenden Frühlings, ankündend die Osterzeit, aber auch zugleich erinnernd an mutige Lügder Bürger.
Auszug zur Geschichte des Osterbergkreuzes vom Pressesprecher des Dechenvereins Dieter Stumpe
